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Hier ist also mein Odensebericht. Wem's zu lang ist, möge
nur Ephemeris, das Poetryreading und das Booksigning mit Viggo Mortensen
lesen. Aber ihr wolltet alles wissen.
Und denkt dran, das ist mein persönlicher Eindruck, jeder andere kann
es ganz anders erlebt haben. Viel Spass beim Lesen!
Das Zeitalter vor den Ringkriegen,... nein, Quatsch, das
ist ein anderes Thema . Wo ich nur wieder meine Gedanken hab?
Odyssee einer Aragornitin oder ganz einfach:
Die Reise nach Viggo Mortensen
1.Wie alles anfing
März 2003
Viggo Mortensen will seine Bilder am 27.Juni in der Ausstellung
"Ephemeris" in Brandts Klädefabrik in Odense, Dänemark, zeigen.
April/Mai 2003
Viggo wird zusätzlich ein poetryreading mit anschließendem booksigning am 28.Juni für
Nichtmitglieder machen.
4.06.2003
Der Tag X: Das Museum verschickt die ersten E-Mails für das poetryreading.
Spannendes Warten.
5.06.2003
Habe keine E-Mail erhalten. Enttäuschung und Trauer machen sich breit.
8.0.2003
Habe den Entschluss gefasst, trotzdem hinzufahren, nur wegen Viggos Bildern. Von diesem
Tag an geht es mir immer besser.
11.06.2003
page1, also E., bietet mir an ,sie mal in Dänemark zu besuchen. Wir machen aus, dass ich
sie am 27.06.2003 besuchen werde. Was sagte Gimli in Helms Klamm?- "Die Sonne geht
auf!"
14.06.2003
E. fährt nach Odense(3 Std. Fahrt), um direkt vor Ort noch Karten zu bekommen.
Leider hat sie es nicht mehr geschafft, als sie ankommt, hatte das Museum schon zu.
15.06.2003
Neuer Versuch. E. geht voller Hoffnung in das Museum rein und erfährt, dass alle
Karten bereits vergeben sind. Wieder macht sich Enttäuschung breit.
20.06.2003
Wir wollen uns trotzdem treffen. Einen anderen Viggo-Fan zu treffen und mit ihm Bilder
anzuschauen, ist die Fahrt nach Dänemark auch wert. Wir haben wieder ein Ziel. Außerdem
wird E. ganz lieb von VM-Forevernmitgliedern getröstet. Danke Vm-forever! Und ich bin
jetzt täglich auf mehreren Viggo-Webseiten, um Informationen über die Austellung
und über Odense zu erfahren und habe auch in anderen Foren gelesen, wer da so alles
hinfahren will.
23.06.2003
Lese in einem anderen Forum, dass jemand Karten hat, aber aus privaten Gründen
wahrscheinlich nicht hinfahren kann. Ich frage mal ganz vorsichtig dort an, ob ich die
Karten übernehmen könnte. Habe aber nicht mehr viel Hoffnung.
24.06.2003
Schweigen.
25.06.2003
9.00 Uhr
E-Mail bekommen: Die nette Person, die ich vor Freude küssen könnte, überlässt mir 2
Karten, ich müsste im Museum anrufen! Ab jetzt geht mein Herz immer schneller .Ich
verspreche ihr ein Autogramm mitzubringen.
10.00 Uhr
.Die Dame vom Museum ist sehr nett am Telefon, sie sagt, ich könne die Tickets haben,
doch seien sie noch nicht bezahlt und sie müsse das Geld bis spätestens Freitag haben!
Ich habe doch keine Kreditkarte, erkläre ich ihr. Sie könne die Tickets nur geben, wenn
Cash bezahlt wird .Also bar funkt es bei mir! Ich frage, ob ich das Geld auch in einen
Brief verschicken könne. Ja, ja , höre ich . Ich frage noch mal nach, ob sie mir denn
die Karten auch wirklich verwahre bis Freitag ."We will hold." Dieser Satz, den
ich in einer anderen entscheidenden Situation gehört habe, gibt mir Zuversicht. Trotzdem
wirbelt es in meinem Kopf .Meine Hand zittert, als ich einen Brief aufsetze und ich
schreibe E. schnell eine E-Mail.
11.00 Uhr
Ich rase zur Post. Express sei die schnellste Versendung höre ich da, aber wann der
Brief ankomme, könne der Postbeamte mir auch nicht sagen
12.00 Uhr
Verzweifelt versuche ich E. zu erreichen.
13.00 Uhr
Endlich habe ich sie erreicht. Ich bitte sie, das Geld von Dänemark aus zu verschicken,
dann hätten wir noch eine Chance. E. macht das. Abends postet sie mir, dass die
dänische Postbeamtin gemeint hat, die dänische Post sei die schnellste der Welt.
Hoffnung keimt wieder auf. Herzklopfen wird ruhiger.
26.06.2003
Heute ist Donnerstag, der Tag vor der geplanten Abfahrt nach E. in Dänemark.
Unausgeschlafen stehe ich auf, in der ständigen Erwartung, eine E-Mail vom Museum zu
bekommen .Den ganzen Morgen lasse ich den Computer laufen, um immer wieder einen Blick
darauf werfen zu können.
12.00 Uhr
Keine Nachricht. Ich poste E., wenn die vom Museum sich nicht melden, würde ich den
Nachtzug nach Odense(Da fährt tatsächlich einer!) nehmen und direkt bezahlen.
Schließlich ist das eine einmalige Chance!
13.00 Uhr
Den Kindern Mittagessen hingestellt und zur Arbeit gegangen. Kann aber nicht klar denken.
16.30 Uhr
Erschöpft schaue ich ein letztes Mal meine E-Mails an, denn um 17.00 Uhr macht das Museum
zu. -Bingo!! !Eine Welle von Freude und Glück überkommt mich. Geht der Traum, den ich
mir seit über einem Jahr tagtäglich wünsche , nun doch in Erfüllung? -E. wartet schon
gespannt auf meine Nachricht. "Darf ich dich zum Poetryreading einladen?" frage
ich sie freudestrahlend. Ich glaube, das muss sie auch erst einmal verdauen, denn viel hat
sie nicht gesagt in dem Moment.
2. Die Reise beginnt
27.06.2003
9.30 Uhr
Voller Erwartung in den Zug nach Dänemark gestiegen.
11.00 Uhr
Umsteigen in den Intercity-brechendvoll! Wollen die alle nach Viggo?
16.30 Uhr
Ankunft bei E.-Wie sieht sie eigentlich aus? Ich kenne sie doch gar nicht. -E. holt mich
vom Bahnhof ab und wir beginnen gleich damit, über Viggo zu sprechen und dass wir ihn
bald treffen werden. Wir bekommen beide verträumte Augen und das ist genau das, was ich
gesucht habe ,da ist jemand, der genauso fühlt.
1.00Uhr nachts
Nach gemeinsamen Viggofilmen anschauen und vielem Erzählen sinken wir ins Bett.
28.06.2003-Der Tag des poetryreading
6.00 Uhr morgens
Kann nicht mehr schlafen, bin viel zu aufgeregt! Was soll ich anziehen? E. ist auch am
überlegen. Habe kaum Hunger .Heute ist nur das eine wichtig: Nach Odense fahren!
8.00 Uhr
Abfahrt mit dem Zug- Uns beiden fallen ein wenig vor Müdigkeit die Augen zu. Sitze ich
wirklich im Zug nach Odense und werden wir wirklich Viggo sehen? Da kommt es mir vor wie
ein Traum, so unwirklich ist alles .Vor wenigen Tagen oder Wochen hätte ich das nicht
für möglich gehalten. Der Zug trägt uns immer näher an ihn heran.
10.00 Uhr
Umsteigen in den dänischen Intercity -noch voller als gestern der deutsche. Wir stehen
gequetscht in der Nähe der Tür und die Luft ist zum durchschneiden. Erika sieht auch
schon ganz blass aus. Aber ich halte durch, muss immer an Viggo denken. Noch 7 Std., dann
werden wir ihn sehen!
12.00 Uhr
Ankunft in Odense- Eine extrem heiße Sonne an einem strahlend blauen Himmel...Ist das
hier Dänemark?Oder Italien?
Mir wird schwindelig-es ist die Hitze, der Kreislauf oder die Freude, da zu sein.
Wir ruhen uns auf einer Parkbank aus, ein Käsebrot weckt die Lebensgeister.
12.30 Uhr
Wir haben das Museum gefunden. Ehrfürchtig und zögernd betreten wir die "heiligen
Hallen". Ob Viggo irgendwo steht? Unruhig schauen wir umher. Da-auf einem großen
Tisch entdecken wir alle seine bisherigen Bücher und auch die neuen. Zwei Japanerinnen
blättern mit einem Lächeln in ihnen herum. Wir kaufen das neue Buch und
beschließen, erst mal nach oben, zu seinen Bildern zu gehen.
3.Ephemeris
Die Atmosphäre der Ausstellung nimmt mich sofort gefangen.- Wir
wissen, hier will Viggo das zeigen, was ihn selbst fasziniert hat.. Zuerst sehe ich nur
die Farben: Himmelsblau mit Ultramarin, orange, gelbe, braune, manchmal weinrote Töne,
die unterbrochen werden von hellen, fast weißen Tönen, die das Sonnenlicht
wiedergeben.Einige Bilder sind in schwarz-weiß gehalten, aber nichtsdestoweniger
beeindruckend, sowie der kleine heruntergefallene Vogel, der so zart aussieht in der Mitte
des Bildes und um ihn herum die harten, dunklen Strukturen der Steine und Äste. Oder das
Palmenblatt, das vom Sonnenlicht so durchbrochen wird, dass es einige Konturen des Blattes
überstrahlt und aufzulösen scheint
Naturbilder: Du stehst davor, und hörst das Feuer knistern,die
Blätter rauschen,siehst die Trockenheit der braunen Erde oder das satte Blühen einer
tropischen Pflanze, die Einsamkeit und Ruhe eines Waldes.
Pferdebilder: Viggo liebt Pferde. Pferdeköpfe von oben und
Pferdeköpfe von unten,ihr Fell und ihre Mähne, alles immer ganz nah, als ob man direkt
vor ihnen steht, Viggo möchte ihnen nah sein.Nur eins,das steht weiter weg und Viggo
streckt ihm seine Hand entgegen. Da steckt ein bißchen Spannung drin, kommt das Pferd
oder kommt es nicht?Es wird nicht gezwungen, es darf selber entscheiden, aber man wünscht
sich, es möge kommen.
Mein Lieblingsbild: Zwei Pferdeköpfe, eins nur halb zu sehen,
umgeben von einem tiefblauen Himmel, beide gekrönt von der strahlenden Sonne, und
du schaust von unten hoch.Ich weiß nicht, wie andere dieses Bild sehen, aber mir zeigt
dieses Bild, wie hoch Viggo diese Tiere schätzt.
(Mir fällt da eine Statue aus Ägypten ein: Apis, der so hoch verehrte
Stier , trägt auf seinem Kopf die Sonnenscheibe. Andere verehrte Tiere wurden auch damit
versehen, nicht wahr, liebe Nefer?)
Es sind noch so viele Bilder,die ich nicht alle beschreiben
kann,Vielleicht dieses noch: Viggo hat mehrere Fotos von Momentaufnahmen von Indianern während
seiner Hidalgozeit gemacht. Eins davon zeigt eine dicke Kanone, die vor einem Indianerdorf
platziert und auf das Indianerdorf gerichtet ist.Viggo will uns was mitteilen, hat
er mal in einem Interview gesagt, und das zeigt sich hier deutlich. Das harte schwarze
Metall bedroht dieses so naturverbundene Volk. Deren ganze Wohnstätte. Wer die leidvolle
Geschichte des indianischen Volkes kennt, wird von diesem Bild bewegt sein. Es ist in
schwarz-weiß und bildet so einen Kontrast zu den anderen farblich sehr schönen, in
warmen Tönen gehaltenen Indianerbildern. Das indianische Volk muß er auch lieben. Da bin
ich mir ganz sicher.Wo er doch so gerne in der Natur und auf dem Rücken seines
Pferdes die Ruhe sucht, die Freiheit von allen vorgeschobenen Zwängen genießt und
schließlich gerne mit den verschiedensten Völkern zusammen ist. Und sonst hätte er
nicht diese Bilder gemacht.
Schließlich sind dort noch Fotos, auf denen nichts zu erkennen war,
aber dort waren verschiedenste Farbspuren , die ineinanderverlaufen, einige
transparent, einige in leuchtenden Farben, wie dieses Tiefblau. Und auch diese haben was
zu erzählen. Man muß sie nur etwas länger betrachten.
Direkt am Eingang hängt ein Bild von seiner Hündin, die von
zwei anderen Hunden bedroht wird. Das Zähnefletschen der anderen Hunde und die
Ängstlichkeit der eigenen Hündin hat er in diesem Bild festgehalten-Dieses Bild mag ich
als Hundefan natürlich auch.
Da zeigt E. auf ein Motv, das mir erst gar nicht aufgefallen war.
Ebenfalls am Eingang ist auf einem Schwarz-Weißbild nur Viggos bärtiges Kinn und
der Mund eingefügt-Aragornfans! Das läßt euer Herz höher schlagen!!!
Eigentlich hätte ich dort noch lange verweilen können, um die Bilder und die
Atmosphäre länger genießen zu können, aber es ist sehr heiß an diesem Tag. Wir
haben noch nichts zu Mittag gegessen und wir wußten nicht, wann sich die ersten am
Maganiset anstellen würden.
So verlassen wir das Museum, immer umherschauend, ob er nicht doch
zufällig gerade daherläuft.
4.Warten auf den großen Moment
14.00 Uhr
Wir sitzen in einem Cafe direkt vor dem Museum mit vielen anderen Leuten und warten auf
unseren Salat. Mein Bauch schreit nach Essen, aber irgendwie habe ich auch ein flaues
Gefühl im Magen. Wirklich nur noch 3 Std. bis wir Viggo in echt sehen? Ich höre deutsche
Stimmen hinter mir und schaue mich interessiert um. "Bist du Christel?" Es ist
eine Freundin, die ich auch übers Internet (Houseoftelcontar) kennengelernt habe und die
E. für mich schon ein paar mal per Handy anfgefunkt hat, aber es hatte nie geklappt. Und
nun sitzt sie hinter mir. Gerade will ich sie fragen, ob sie ein Ticket hat, da fragt sie
mich:"Brauchst du noch eine Karte?" Weil ,sie ist einfach so nach Odense
gefahren, konnte nicht zu Hause ruhig sitzenbleiben, und nun hat sie auch noch eine Karte
bekommen. Sie erzählt uns, dass sie Viggo schon am Freitagabend gesehen hat: Er
hätte etwa 2 Std. auf dem Balkon ,oben am Museum, während seiner Eröffnungsfeier
gestanden,weil es so furchtbar heiß gewesen wäre ."2 Stunden" schießt
es mir durch den Kopf, sie hat ihn schon 2 Stunden gesehen! .Sie holt ihre moderne
Digitalkamera raus und zeigt mir das erste Foto von Viggo.----Ich muß schlucken und tief
Luft holen. Er sieht so verdammt gut aus an diesem Tag, das habe ich nicht erwartet.
Dunkelblonde, volle, kinnlange Haare und keinen Bart mehr ."Mit diesem Mann
dürfen wir gleich sprechen?"flüstere ich und schaue E. fragend an. Von dem Bild der
Fototeca habe ich noch einen vollbärtigen, und dadurch etwas älter
aussehenden Viggo in Erinnerung. Mein anfänglicher Mut, ganz locker mit Viggo ein paar
Sätze zu reden, sinkt immer mehr. Unser Salat kommt ,aber ich habe Bauchflattern. Was ist
das nur, was Viggo an sich hat, dass Frau allein vom Anschauen eines einzigen Bildes nicht
mehr klar denken kann???
15.00 Uhr
Vor dem Maganiset, nur 100m vom Museum entfernt, bildet sich schon eine kleine Schlange.
Wir reihen uns ein und stellen fest, dass dort fast nur Frauen, aber jedes Alters, stehen.
Einige halten die Tageszeitung von Odense in der Hand, wo ein großes Foto und ein Bericht
über Viggo drin ist. Am nächsten Kiosk sei die Zeitung schon ausverkauft, hören wir.Die
Wartezeit vertreiben wir gut mit gegenseitigem Erzählen, schließlich haben wir alle ein
Lieblingsthema. Von einer Berlinerin hören wir, dass die HDR-Premiere am 10.12.03 in
Berlin stattfinden soll und es würden wohl alle Schauspieler kommen. Oh,nein nicht schon
wieder in Versuchung geraten, das macht mein Geldbeutel doch nicht mit! Und ich vielleicht
auch nicht, wenn ich daran denke im Winter lange anstehen zu müssen. Aber wer weiß.
16.00 Uhr
Die Spannung steigt. Wirklich nur noch eine Stunde? Die netten Frauen um uns herum
gebären sich auf einmal nicht mehr so nett, denn ein Türspalt öffnet sich und wir
bemerken, wie drei stämmige, gelbgekleidete Sicherheitskräfte die Türen aufmachen.
Alles stürmt nach vorne und wir werden zur Seite gedrängt. Also vergesse ich auch meine
Höflichkeit und drängle mit E. dagegen. 5-8 Personen werden jeweils durchgelassen, um
dann am ersten Tisch ihren Ausweis vorzuzeigen. Wir haben es geschafft! Wir sind
drin!-Oder doch nicht? Etwas abseits von dem Tisch sehen wir Gesichter, die den Tränen
nahe sind. Kann es nun noch Schwierigkeiten geben,reinzukommen.? Mehrmals schaue ich
meinen Pass an, ist er in Ordnung,bitte,bitte, nicht jetzt noch was! Hinter dem Tisch
rennen glückliche Gesichter die Treppe hoch. E. und ich stehen vor den netten Damen, mit
denen ich am Telefon gesprochen habe. Sie fragen, ob ich Christel sowieso sei und kramen
etwas unter dem Tisch hervor. Gibt's denn noch Schwierigkeiten,kurz vor dem Ziel?! ---Dann
überreichen sie mir den Brief mit dem Geld, das ich zuerst für die Tickets geschickt
hatte, aber der dann doch zu spät in Odense angekommen ist, und unsere Tickets mit
Adresse und Namen versehen. Ein Hoch auf die dänische Post! Der Brief von E. hatte ja
schließlich Odense noch rechtzeig erreicht.
Wir werden ins" Paradies" eingelassen.!!!!
16.30 Uhr
Oben an der Treppe weist uns eine Frau ein, nur 2 Bücher signieren zu lassen und die
gewünschten Namen jeweils auf einem Zettel zu schreiben, damit Viggo die Bücher sofort
korrekt signieren kann. Danach kommen wir in einen größeren Raum mit einer Bar, wo sich
schon wieder eine Schlange bildet. Etwas erschöpft von der Aufregung und von der Hitze
hole ich meine Trinkflasche raus, da öffnet sich die Tür zum Theatersaal und wir zögern
nicht, uns wieder in das Gedränge einzureihen, um noch einen guten Sitzplatz zu bekommen.
16.45 Uhr
Wir sitzen genau in der Mitte.Die Sitze sind so wie in einem Theatersaal treppenartig
angeordnet, so dass jeder einen guten Blick auf die Bühne hat. Rechts und links postieren
sich ein paar gelbgekleidete Sicherheitskräfte. E. und ich schauen gebannt auf die
Bühne. Der rote Vorhang bewegt sich nicht. Die Luft hier drin ist furchtbar drückend und
die kleinen, geöffneten Türen lassen nur wenig frische Luft herein. Wie die anderen sind
wir schon ganz verschwitzt. Die Kleidung klebt. Ist mir aber egal. Ich bin hier und nur
das zählt.
17.00
Alle Augen sind auf den Vorhang gerichtet. Es tut sich noch nichts und ich überlege immer
noch, ob das hier denn alles wahr ist?
Vorne in der ersten Reihe entdecken wir Viggos Sohn Henry.
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