Viggos Döpfe #1

Eine hochwissenschaftliche Studie der „Viggo-Mortensen-Universität Eschweiler-Baumgarten“ von  Jerry von Mausewitz, Anarya Lindórie und Nefer Katzowski. Unter Mitwirkung von Shari Chezromy und Susan Verjanowska.

Freundlich geduldet von Dunja Sonntag, der Rektorin der VMU.

Die Erforschung dieser im deutschen Sprachraum seit einigen Jahren vorkommenden seltenen Spezies war schon lange ein Desiderat der Forschung. Es war in einer erlesenen Runde am 4. 7. 2003, als Solitaire Muck (derzeit auf Studienreise Gottweißwo) zum ersten Mal die Aufmerksamkeit der Forscherinnen der VMU auf „Viggos Döpfe“ richtete. Nefer Traun (auf Studienreise in Neuseeland) griff das Thema auf. Beide Forscherinnen behandelten in der Folge Viggomanie und Aragornitis, die man als Überbegriffe für die Dopfigkeit betrachten darf.

Artbeschreibung und Physiologie (Nefer Katzowski)

„Viggos Döpfe“ sind eine Unterart der allweltlich verbreiteten Art der Viggomanen, der Fans des Schauspielers und Universalgenies Viggo Mortensen. Diesen hochverehrten Herrn zu Würdigen ist nicht die Aufgabe dieser Studie, denn dann müsste sie viel, viel länger sein. Herr Viggo Peter Mortensen wird im weiteren kurz VIGGO oder ER genannt.

Die Viggomanen gehören zur Gattung Fan, die wieder der Familie der Idolanbeter angehört.

Über die Zugehörigkeit der Idolanbeter zu den Hominiden dürfte wohl kaum Zweifel bestehen.

So lässt sich folgender taxonomischer Stammbaum erstellen:

Familie – Idolanbeter – Idolatricae
            Gattung – Fan – Fanus
                        Art – Viggoman – Viggomanicus
                                    Unterart – Dopf – Dopfus.

Die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung der Unterart „Viggos Dopf“ ist somit:

Fanus viggomanicus dopfus.

Aus Gründen der Wissenschaftssystematik wird hier die männliche Endung gewählt, obwohl Döpfe überwiegend weiblich sind. Leider wurde unser Vorschlag zur Umbenennung der Unterart in „Fana viggomanica dopfa“ beim letzten Nomenklatursymposium von der überwiegend männlichen Forschergesellschaft abgeschmettert. Typisch Männer!

Erscheinungsbild (Nefer Katzowski)

Döpfe sind kuschelpelzige Wesen, die an jeder Hand drei Finger haben. Also eigentlich haben sie einen Daumen und zwei Finger. Mehr als zwei Finger wären Luxus, da der Dopf nur zwei Finger braucht, um ein V zu zeigen.

Sie haben auch nur drei Zehen und gehen, wenn die Witterung es zulässt, meistens barfuß. Sie aber deswegen zu den Barfüßern oder Barfüßlern zählen zu wollen, ist ganz falsch. Döpfe sind keine Hobbits und können sehr wohl Schuhwerk tragen, wenn sie wollen. Waldläufer- und Cowboystiefel erfreuen sich bei ihnen im Winter einer gewissen Beliebtheit.

Bei kühlerem Wetter trägt der Dopf auch Kleidung, wobei er auch hier versucht, seinem Idol nachzueifern oder durch die Kleidung seine Viggomanie auszudrücken.

Ihre Größe und ihr Gewicht variieren je nach Alter und Figur zwischen – und. Sesshafte Döpfe neigen zu angenehmen Rundungen, während die Wander- und Reitdöpfe eher schlanker sind.

Die Beine sind muskulös, da der Dopf oft große Entfernungen zurücklegen muss, um SEINEM Herrn zu folgen oder SEINE Werke zu betrachten.

Auch Körper und Arme sind kräftig, damit Döpfe unter der Last SEINER Bücher und Bilder nicht gleich zusammenbrechen.

Die Pelzfarbe ist weitgehend Ermessenssache, da ER alle Farben bevorzugt. Wenn hier vorwiegend bräunliche Döpfe in den Illustrationen berücksichtigt sind, so ist dies nur, damit sie besser zur honigbraunen Farbe der Webseite VM-forever passen.

Auch die Frisur ist unterschiedlich. Vor allem nach Friseurbesuchen kann es zu Farbvariationen bei Alt-Döpfen kommen.

Der moderne Dopf passt den Haarschnitt SEINEM momentanen Erscheinungsbild an. Dennoch wollen wir dem geneigten Leser das Bild eines traditionsbewussten Langhaar-Dopfes nicht vorenthalten.

Eine weitere Variante des herkömmlichen Alt-Dopfes ist der sehr musikalische Zottel-Dopfi. Man erkennt ihn leicht an der längeren, meist gekräuselten Kopfbehaarung. In freier Wildbahn ist er meist in Gesellschaft der Bremer Stadtmusikanten anzutreffen, wo er für die einzelnen Mitglieder der Band einspringt, falls einmal einer müde werden sollte.

Döpfe haben große Ohren, mit denen sie IHN gut hören können und große Augen, mit denen sie IHN gut sehen können.

Das Näschen ist nicht so wichtig, und auch der Mund ist ziemlich klein. Döpfe sind eine ruhige und unauffällige Art, die eher zu innigen Seufzern als zu wildem Kreischen neigt.

Döpfe sind bescheiden und freundlich und streiten niemals mit anderen Döpfen. Überhaupt haben sie ein gutes Verhältnis zur restlichen Menschen- und Tierwelt, ausgenommen Spinnen und Kanalratten, die sie nicht besonders mögen.

Vermehrung und Lebensdauer (Nefer Katzowski)

Da Döpfe vorwiegend weiblich sind, ergibt sich auf den ersten Blick ein Vermehrungsproblem. Zum Glück wird der Fortbestand der Art Viggomanicus jedoch auf andere Weise gesichert.

Döpfe vermehren sich spontan bei VIGGOS Anblick. Normale Menschen mutieren zu Döpfen, und ihr spirituelles und auraphänomenologisches Erscheinungsbild wandelt sich völlig. Andere „normale“ Menschen sind nicht imstande, das zu erkennen und reagieren meist mit krassem Unverständnis. Primär kann nur ein Dopf einen Dopf erkennen.

Der Dopf ist im Augenblick seiner Geburt meist voll ausgewachsen. Sein Erscheinungsbild kann sich im Laufe der Zeit allerdings verändern.

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